Legalisierungsinfos

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Die Cannabisagentur

Mit dem am 10.03.2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Verschreibung von Cannabisarzneimitteln erweitert. Das Gesetz sieht gemäß den Vorgaben des Einheits-Übereinkommens von 1961 über Suchtstoffe der Vereinten Nationen die Einrichtung einer staatlichen Stelle, der so genannten Cannabisagentur, vor. Diese wird den Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke in Deutschland steuern und kontrollieren. Bis Cannabis jedoch für medizinische Zwecke aus deutschem Anbau zur Verfügung steht, wird der Bedarf weiterhin über Importe gedeckt, für die die Cannabisagentur nicht zuständig ist (weitere Informationen dazu - siehe Bundesopiumstelle).

Die Cannabisagentur kontrolliert

  • Anbau
  • Ernte
  • Verarbeitung
  • Qualitätsprüfung
  • Lagerung
  • Verpackung sowie die
  • Abgabe an Großhändler und Apotheker oder Hersteller

Dabei wird die Cannabisagentur das Cannabis für medizinische Zwecke nach der Ernte in Besitz nehmen. Die Ernte wird nicht ins BfArM transportiert, nicht dort gelagert und auch nicht von dort aus weiterverteilt. Diese Schritte werden räumlich bei den jeweiligen Anbaubetrieben bzw. weiteren beauftragten Unternehmen angesiedelt sein. Der Anbau erfolgt also nicht im BfArM oder durch das BfArM selbst, sondern durch Unternehmen, die in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ausgewählt und von der Cannabisagentur beauftragt werden. In dem Verfahren werden alle arzneimittel- und betäubungsmittelrechtlichen Vorgaben berücksichtigt. Cannabis wird ausschließlich zu medizinischen Zwecken angebaut werden. Es handelt sich also um ein Arzneimittel. Es wird nur solches Cannabis verwendet werden, das entsprechend der Vorgaben der "Guten Praxis für die Sammlung und den Anbau von Arzneipflanzen" (Good Agricultural and Collection Practice, GACP) angebaut wurde, den Vorgaben der Monografie "Cannabisblüten" (DAB) entspricht und die Vorgaben der weiteren relevanten Monografien und Leitlinien erfüllt. Damit wird die Verfügbarkeit von Cannabis für medizinische Zwecke in reproduzierbarer Qualität nach arzneimittelrechtlichen Vorgaben gesichert.

Die Cannabisagentur wird einen Herstellerabgabepreis festlegen und das Cannabis an Hersteller von Cannabisarzneimitteln, Großhändler oder Apotheken verkaufen. Dabei darf die Cannabisagentur keine Gewinne oder Überschüsse erzielen. Bei der Preisbildung werden jedoch die beim BfArM anfallenden Personal- und Sachkosten berücksichtigt. Auf den tatsächlichen Abgabepreis in der Apotheke hat die Cannabisagentur jedoch keinen Einfluss. Die Vertriebswege von Herstellern und Händlern werden den gesetzlichen Regelungen entsprechen und sind daher mit den Regelungen beim Vertrieb anderer betäubungsmittelhaltiger Arzneimittel identisch.

Anfang der Woche veröffentlichte das BfArM die europaweite Ausschreibung für die Vergabe von Anbaulizenzen für Medizinalhanf auf seiner Homepage veröffentlicht, die am 05.06 12Uhr endet.

Highlights

  • Vergabe von bis zu 10 Lizenzen für 3 unterschiedliche Cannabissorten, die zwischen 2019 und 2022 auszuliefern sind
  • Ein einzelner Produzent kann bis zu 7 Lizenzen erhalten
  • Produzent muss mindestens über 3 Jahre Anbauerfahrung von Medizinalhanf/Arzneipflanzen verfügen und in der Vergangenheit mindestens 50 kg produziert haben

Mit diesen Auflagen sind viele Firmen von vorneherein raus aus dem Spiel, da die vorgegebene bisher produzierte Menge von 50kg nur wenige bis kein deutscher Hersteller nachweisen kann. Ausser dijenigen, die mit bereits am Markt tätigen ausländischen Herstellern zusammenarbeiten. Das Dortmunder Startup Hanfpassion könnte eine der ersten Lizenzen ergattern, da sie planen, mit sowohl israelischen als auch kanadischen Produzenten gemeinsam ins Rennen  zu gehen. In den nächsten Tagen wird die Firma Hanfpassion nähere Details zu Ihrem Vorhaben exklusiv hier auf meiner Seite bekanntgeben.

Hier gehts zur website der Cannabisagentur

Hier gehts zum Ausschreibungsverfahren (im Amtsblatt der Europäischen Union)

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Uruquay legalisiert Recreational Cannabis

Seit 2013 ist Cannabis in Uruquay legal, allerdings fehlte bislang ein rechtlicher Ordnungsrahmen und die konkrete Ausgestaltung der erforderlichen Gesetze. Nun gibt Uruguay's Regierung bekannt, dass ab Juli  diesen Jahres der Verkauf von Cannabis in Apotheken startet. Dies würde Uruquay zum ersten südamerikanischen Land machen, das den Verkauf von Cannabis in Gänze legalisiert. Die erforderliche Registrierung um Zugang zum Weed über Apotheken zu erhalten startet ab dem 2. Mai. Registrierte können bis zu 40 Gramm pro Monat erwerben.

Bisher haben bereits knapp 30 Apotheken Lizenzen von National Drug Board erhalten, Cannabis verkaufen zu dürfen. Eingangs soll der Preis pro Gramm 1,30$  betragen wovon 90 Cent der betreffende Produzent erhält. Die restlichen 40 Cent sollen künftig die  Apotheken und das Cannabis Regulation and Control Institute für Präventionsprogramme erhalten.

Die Einhaltung  Cannabismarktregulierung werden künftig in allen Phasen von der National Drug Board überwacht. Man versucht mit der Regierungsverordnung den "problematischen Konsum" von Cannabis zu verhindern und anzugehen, und fügte hinzu, dass die Regierung "Erwartungen und Hoffnungen" habe, dass die Cannabis-Regulierung die Geldwäsche und den Drogenhandel eindämmen werde.

Die einzige mir bekannte Uruquay-Cannabisaktie ist die an der TSX gelistete ICC International Cannabis Corp.

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Cannabis-Industrie vor dem Ende? Donald Trump kündigt Razzien gegen Freizeit-Cannabis an

Der Originalartikel ist am 24.02.2017 auf der homepage des Highway Magazins erschienen link

Wird das Weiße Haus unter Donald Trump zum Angriff auf die in von verschiedenen Bundesstaaten legalisierte Cannabis-Industrie blasen? Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte genau das Donnerstagabend an.

Viele Amerikaner dachten, Trump hätte bei dem ganzen rassistischen Verhalten, Lügen und Grabschen gar keine Zeit sich um Kleinigkeiten wie Gras wieder zu verbieten zu kümmern.Aber das ist offenbar falsch: Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag sprach sein Presse-Sprecher Sean Spicer schockierende Worte für die amerikanische Cannabisindustrie. Zwar im üblichen Trump-Duktus, also drohend, lügend und reichlich unkonkret, sodass noch Platz für Hoffnungen bleibt, aber dennoch sind dies äußerst schlechte Nachrichten.

Lange Zeit war unklar, welche Position Donald Trump als Präsident zu Cannabis einnehmen wird. Zwar ließ sein sonstiges Verhalten und die Wahl seiner Berater und Untergebenen nichts Gutes erwarten, allerdings war Trump schon einmal positiv bezüglich medizinischem Marihuana zitiert worden und Anfang der 1990er-Jahre hatte er sogar öffentlich die Legalisierung sämtlicher Drogen gefordert. Zudem sorgt legales Marihuana für hohe Steuereinnahmen und erschafft neue Arbeitsplätze, während es praktisch keinerlei Probleme verursacht. Eigentlich alles Dinge, die jemandem wie Trump gefallen sollten.

Aber von wegen. Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte nun an, dass mit umfassenden Razzien gegen die Freizeit-Cannabis-Industrie gerechnet werden müsse. "Recreational marijuana" sei im Gegensatz zu medizinischem Marihuana vom Weißen Haus unerwünscht und man könne von Maßnahmen durch die Drogenbehörde DEA und das Justizministerium der USA ausgehen, auch wenn die letzte Entscheidung dort gefällt werden soll. Der neue Justizminister Jeff Sessions, der seit dem 9. Februar im Amt ist, ist allerdings ein Wunschkandidat Trumps, der in letzter Zeit mit unangenehmen Äußerungen aufgefallen ist, so etwa: "Gute Menschen rauchen kein Marihuana."  oder aber "Wir brauchen in Washington endlich Erwachsene, die sagen: Marihuana ist nichts, was legalisiert werden sollte, sondern ist in Wirklichkeit etwas sehr Gefährliches." Traurige Berühmtheit erlangte Jeff Sessions mit dieser Aussage: "Ich dachte der Ku-Klux-Klan wäre okay, bis ich herausgefunden habe, dass sie Marihuana rauchen."

Der Hintergrund ist, dass auch wenn Cannabis - teilweise bereits seit 2014 - in acht der fünfzig amerikanischen Bundesstaaten sowie in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. vollständig legalisiert wurde, dies auf Bundesebene nicht geschehen ist. Und die Bundesebene der Vereinigten Staaten von Amerika sticht in diesem Fall sozusagen die Entscheidungen der einzelnen Staaten. Theoretisch könnte (und konnte auch in der Vergangenheit) die Bundesdrogenbehörde DEA jederzeit in alle Unternehmen, die in direktem Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von Marihuana stehen, einfallen, alles konfiszieren und zerstören und damit das Experiment von legalem Cannabis in den USA um viele, viele Schritte zurückwerfen.

Dies wäre im Bereich des medizinischen Marihuanas nicht so ohne Weiteres möglich, allerdings trennte Spicer hier auch scharf und machte deutlich, dass seine Drohungen nicht das Thema medizinisches Marihuana betreffen würden. Das macht seine Aussagen aber kaum besser.

Im Gegenteil - es kam sogar noch schlimmer. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz behauptete er, dass Marihuana schuld an der derzeitigen landesweiten Heroin-Epidemie sei. Nicht die Industrie-finanzierte Ärzteschaft, die viel zu viele Opiate verschreibt, wird dafür verantwortlich gemacht, sondern Marihuana sei verantwortlich dafür, dass die Menschen ihre Schmerzmittel überdosierten und in die Heroin-Sucht rutschten. Solche Aussagen im 21. Jahrhundert sind wirklich zum Verzweifeln.

Eigentlich wäre unsere heutige Meldung auch gewesen, dass die Cannabis-Industrie in den Vereinigten Staaten neuesten Berechnungen zufolge in den nächsten drei Jahren 300.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird. Aber Donald Trump, der ankündigte zuhauf neue Arbeitsplätze zu schaffen, scheint diese lieber serienweise zerstören zu wollen. Es bleibt zu hoffen, dass dies ein leeres Versprechen bleibt, auch wenn die Zeichen schlecht zu stehen scheinen. Die Marihuana-Industrie ist der mit Abstand am schnellsten wachsende Industriezweig der USA und produziert Millionen über Abermillionen an Steuereinnahmen. Auch gibt es Millionen von Cannabisrauchern, die sich dies mit Sicherheit nicht bieten lassen möchten. Und einige aus der Cannabis-Industrie würden mit Sicherheit vor die Gerichte ziehen, was zusammen mit zu erwartenden Protesten für einige längere Medienaufmerksamkeit sorgen könnte.

Umfragen zufolge sind 71 Prozent der Amerikaner für eine vollständige Legalisierung von Marihuana. Dies bedeutet, dass auch mindestens 40 Prozent der Trump-Wähler für eine Cannabislegalisierung sind. Und da die Zustimmungswerte des Präsidenten zuletzt bei mageren 41 Prozent standen, bleibt die Hoffnung, dass er diese durch solch wahnsinnigen Schritte nicht noch weiter senken lassen möchte.

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Kalifornien, Nevada, Maine und Massachusetts legalisieren Recreational-Marihuana

Trump ist Präsident und die Bundesstaaten Massachusetts, Kalifornien,  Maine und Nevada haben sich in einem Referendum für die generelle Legalisierung von Marihuana entschieden, die Wählerinnen und Wähler von Arizona stimmten dagegen. Somit ist mit dem heutigen Tage Marihuana zu Hobbzwecken in 8 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington D.C. legal.

Für die Legalisierung von medizinischem Marihuana stimmten indes die Staaten Florida, Arcansas, Montana und North Dakota - somit ist Med. Marijuana in mittlerweile 28 Bundesstaaten, also in mehr als 50% der USA legal.

Der gestrige Tag an den Märkten nahm diese Abstimmungsergebnisse wie die Wochen zuvor vorweg. Der CannaIndex präsentiert sich ein Tag vor der Wahl fest, viele Aktien schließen an ihren Höchstständen:

Da die Legalisierung der in Frage stehenden Staaten bereits in den letzten Wochen eingepreist (" Buy on rumours") wurde, erwarte ich für den heutigen Tag nach den Wahlergebnissen einen schwächeren Handel ("Sell on facts") gemäß dem Motto:  "Sell on good news".  Vor allem bei den üblichen Pushertiteln (Pinksheet-Titel) sollte ein massiver Abverkauf erwartet werden.

 

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Hillary vs. Donald - Was bedeutet eigentlich die Wahl für den Cannabis-Markt?

Hillary Clinton vs. Donald Trump - Was bedeutet eigentlich die Wahl für den Cannabis-Markt?

Die Märkte sind die letzten Tage nervös und hochgradig abhängig von den Umfrageergebnissen. Je nachdem wer in den Umfragen vorne steht gibt die Richtung für den Gesamtmarkt an. Seit einigen Tagen preist der Markt erneut Trump als nächsten Präsidenten ein.

Rot: Donald / Blau: Hillary / Braun: CannaIndex

Wer auch immer gewinnen wird, die Amerikaner werden gechillter sein als jemals zuvor; denn am 8. November geht es nicht nur um die Präsidentschaftswahl sondern auch in 9 Bundesstaaten um die Cannabislegalisierung. 

Nachdem Colorado im Jahr 2012 den Anfang gemacht hat, folgten die Bundesstaaten Washington, Alaska, Oregon und der Bezirk Washington D.C., die den Konsum und den Verkauf von THC-haltigem Cannabis auch ohne medizinische Indikation  freigaben. Der Erwerb von medizinischem Marihuana ist sogar bereits in 23 Bundesstaaten und der Hauptstadt legal. Glaubt man der Statistik, so halten mittlerweile ca. 60 Prozent der Amerikaner das noch immer bundesweit geltende Cannabisverbot für überholt. Vor gerade mal zehn Jahren waren es nur 32 Prozent.

Seitdem hat sich in den USA eine regelrechte Cannabisindustrie etabliert. Es entstand binnen  kürzester Zeit ein Milliardenmarkt mit enormem Wachstumspotential. Gemäß dem kürzlich erschienenen Investor Network-Bericht der ArcView Group erreichte der Markt 2015 ein Gesamtvolumen von 5,4 Mrd. USD. Vor allem der Verkauf von „recreational marijuana“ wuchs um satte 184% auf 998 Mio. Der Umsatz mit Gras und Edibles soll sogar bis Ende des Jahrzehnts auf Sage und Schreibe 23 Milliarden Dollar anwachsen. Laut dem Bericht handelt es sich bei Cannabis um die am schnellsten wachsende Industrie in den USA. 

In und um Denver hat sich in den letzten 2 Jahren eine durchaus diversifizierte Industrie mit dutzenden neuen Arbeitsplätzen entwickelt. In Colorado alleine wurden durch die Legalisierung 18.005 neue Jobs in 2015 geschaffen, die Nettoeinnahmen i.H.v. 996 Mio. $ und Steuereinnahmen i.H.v 121 Mio$ generierten. Unter dem Strich stieg die wirtschaftliche Leistung um 2,4 Mrd. $ an.

Auf breiter Front herrscht Goldgräberstimmung und viele junge Unternehmen fluten den Markt, um am augenscheinlichen Boom zu partizipieren. Sie decken sämtliche Aspekte der Cannabisindustrie über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg ab: Von Beleuchtungs- und Belüftungssystemen, Edibles, Smartphone-Apps, über Verpackungen mit Kindersicherungen bis hin zu Gras aus Automaten.

Das auf Bundesebene immer noch geltende Cannabisverbot lässt Banken jedoch nach wie vor bei der Kreditvergabe zögern. Unternehmer konnten lange Zeit in Colorado keine Konten eröffnen,  das Milliardengeschäft wurde ausschließlich mit Bargeld abgewickelt. In Colorado, Washington, Oregon und Alaska waren Marihuana-Shop-Besitzer dazu gezwungen sowohl ihre Transaktionen als auch Steuerabführungen in Cash zu bewerkstelligen. Somit sind bundeslandüberschreitende Unternehmungen mit rechtlichen Unwägbarkeiten verbunden und Investoren (sog. Ganjapreneure) sehen sich im Zweifel dem Vorwurf der Geldwäsche ausgesetzt.  Banks aren’t going to touch this unless there is clear guidance from the feds that they aren’t going to prosecute, and they want it in writing, which is something the federal government has not been willing to do yet,” sagt  John Kagia, der executive vice president of industry analytics von New Frontier. “So as a result, you end up with $7.5 billion industry that is still largely being done in cash. It’s not sustainable. It leads to enormous security concerns … and operational inefficiencies.”

Neben Kalifornien steht die generelle Cannabis-Legalisierung noch in Arizona und Nevada sowie in Maine und Massachusetts zur Debatte. Wähler in Arkansas, Florida, Montana und North Dakota entscheiden über die Frage, ob in ihren Staaten zumindest medizinisches Marihuana erlaubt werden sollte; Befürworter haben fast überall in Umfragen leicht die Nase vorn.

Sollten alle neun Bundesstaaten den Weg der Legalisierung gehen, wäre Marihuana in den USA unter dem Strich für fast ein Viertel der Bevölkerung legal.

Wem die USA nach wie vor aufgrund der Unwägbarkeiten zu riskant erscheint, der wage einen Blick nach Kanada: Geld verdienen mit Cannabis-Investments?

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CannaIndex KW 51+52 - 10,44% + Neuerungen Homepage

Hallo allerseits,

ein spannendes Jahr neigt sich dem Ende. Wie fast schon erwartet geht der CannaIndex mit hängendem Kopf aus dem durch und durch volatilen Handelsjahr. Sowohl auf politischer Ebene als auch am Aktienmarkt tat sich sehr viel. Anfang des Jahres fand gerade mal ca. 25 Marihuana-Aktien da draussen. Mittlerweile kann man sie fast nicht mehr zählen. Ich decke 93 der Cannabis-Aktien mit dieser Seite ab und bin stets bemüht die wichtigsten Unternehmen hier darzustellen. Dies ist nicht ganz leicht, da sich an der Infórmationslage und der Transparenz der Unternehmen auch nach fast einenm Jahr Bestehen nicht viel geändert hat. Die Branche bleibt zwielichtig, die am Markt handelbaren Unternehmen sind in der Masse dubios, unprofitabel und stehen unter dem Licht böser Jungs. Der CannaIndex schliesst das Jahr ab mit einem Kursminus von knapp 21%.

Wie gewonnen - so zerronnen. Der Verlauf des CannaIndex veranschaulicht sehr schön die Übertreibung die zur Blasenbildung führte  (sage und schreibe knapp 900% binnen weniger Tage/Wochen) und das große Geschrei beim Platzen der Blase, die bis heute noch stattfindet. (Vom Hoch im März ist der Markt wieder bis heute 81,03% korrigiert!)

Ich habe die Homepage um weitere 31 Marihuana-Aktien erweitert:

Somit findet man aktuell auf meiner Seite 93 Cannabis-Aktien.

Viel Spaß damit...

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Washington D.C. nun doch gegen Marihuana-Legalisierung???

Oregon, die Hauptstadt Washington D.C. und Alaska legalisieren Marihuana - Florida lehnt Legaliserung für medizinische Zwecke ab 

Dies war eine der letzten Überschriften meines Blogs! Wird diese obsolet?

Auch wenn sich die Wählerschaft bei dem Referendum mehrheitlich für eine Legalisierung von Marihuana zu Hobbyzwecken ausgesprochen hat scheinen sich im Nachgang nun nach und nach doch die wenigen Gegner entgegen demokratischer gepflogenheiten durchzusetzen. Denn im Gegensatz zu Oregon und Alaska, wo bereits an der Umsetzung der abgestimmten Referenden gearbeitet wird unterliegt der Bezirk District of Columbia einem rechtlichen Sonderstatus. Um das referendum tatsächlich in Gesetze zu wandeln bedarf es der Zustimmung beider Kammern des Kongresses. Die hier mehrheitlich vertretenen Republikaner fingen unmittelbar nach dem referendum an, das Ergebnis zu blockieren. (http://rt.com/usa/213251-congress-marijuana-legalization-washington/).

Entgegen dem Wahlergebnis wurden bisher nur Gesetze verabschiedet, die Marihuana vorerst weiterhin als illegal einstufen. 

(http://www.washingtonpost.com/local/dc-politics/congressional-budget-deal-may-upend-marijuana-legalization-in-dc/2014/12/09/6dff94f6-7f2e-11e4-8882-03cf08410beb_story.html)

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News zur Cannabislegalisierung in den USA

...ein aktueller Stand der Legalisierungs-Übersichtskarten... 

 

Legalisierung von Marihuana mit medizinischer Indikation in den USA:

Legalisierung von "Spaß-Marihuana" in den USA:

 

 

Anbei noch einige brandaktuelle Medienartikel zum Thema:

Die Welt: Washington erlaubt Kiffen, Berkeley besteuert Limo 

FAZ: Oregon und Washington legalisieren das Kiffen 

N24:Cannabis auf dem VormarschZwei weitere US-Staaten stimmen für Marihuana-Legalisierung

Focus online: US-WahlenWashington und Oregon legalisieren Marihuana

 

ntv: Nur in Florida scheitert ReferendumUS-Bürger stimmen für ungestraftes Kiffen 

zeit online: US-WAHLENOregon und Alaska legalisieren Cannabis

Und hier noch ein weiterer Artikel von vox.com zum Thema Cannabislegalisierung und dessen Stand  http://www.vox.com/cards/marijuana-legalization/what-is-marijuana-legalization

Weitere deutrschsprachige Presseartikel zum Thema Cannabisinvestments hier klicken 

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Oregon, die Hauptstadt Washington D.C. und Alaska legalisieren Marihuana - Florida lehnt Legaliserung für medizinische Zwecke ab - Cannaindex fällt 7,5%

Oregon, Washington District of Columbia und Alaska sprechen sich für die Legalisierung von Marihuana aus

Bei Volksbefragungen parallel zu den Kongresswahlen in den USA haben die Bürger in Alaska, Oregon und dem Regierungsbezirk um die Hauptstadt Washington D.C. für die Legalisierung von Marihuana gestimmt. Entsprechende Referenden fanden hier eine Mehrheit. Ähnliche Referenden waren bereits bei der Wahl vor zwei Jahren in Colorado und dem Bundesstaat Washington erfolgreich. 

In Oregon sprachen sich bei dem Referendum mehr als 50% für Straffreiheit und auch für den Verkauf im Einzelhandel aus. Alaska, das bereits Cannabis für medizinische Zwecke erlaubt, geht in die nächste Runde und legalisiert nun auch Gras für den Privatkonsum ohne medizinische Indikation.

Damit folgen  die Staaten dem Beispiel von Colorado und Washington. Bürger über 21 Jahre dürfen dort Gras besitzen und bis zu vier Cannabis-Pflanzen zu Hause anbauen.

Florida lehnt indessen die Legalisierung ab
Die Wähler in Florida haben sich gegen die Legalisierung von Marihuana für medizinische Zwecke ausgesprochen. Das Referendum verfehlte die notwendige Mehrheit von 60 Prozent der Stimmen. (Zwar stimmten 57,6 Prozent der Wähler für die Legalisierung von Marihuana, das sind aber weniger als die in Florida benötigten 60 Prozent, da es sich um eine Verfassungsänderung handelt). In 23 US-Bundesstaaten sowie der Hauptstadt Washington, D.C. ist der private Gebrauch von Marihuana für medizinische Zwecke zugelassen.

Wie verarbeitet der Marihuanaaktienmarkt diese Nachrichten?

Der CannaIndex lässt am Tag nach den US-Referenden kräftig Federn. Mehrere Werte erfahren deutliche Abschläge. Die Vorschussloorbeeren der letzten Woche waren wohl zu viel des Guten, die Erwartungen offensichtlich hoch. Am Markt gilt das Motto: Sell on good news... 

33 der 40 Wert notieren (Stand 21:30Uhr) im Minus, 12 davon aktuell sogar im 2-stelligen Bereich.

 

 

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Interessanter Artikel hierzu: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Es-geht-ums-Kiffen-Referenden-ueber-Marihuana-Freigabe-bei-US-Wahlen-2962733.html?desktop=true

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US-Wahlen - Auswirkungen auf den Cannabismarkt

US-Wahlen - über was wird wo abgestimmt und was wären die Konsequenzen?

Die Wähler in Alaska, Oregon, Washington DC, Florida und in einigen Bereichen von Maine wird in diesen Tagen darüber abgestimmt, ob sie ihre jeweiligen Gesetze bezüglich Marihuanabesitz, dessen Verwendung und Produktion auflockern werden. Während der Marihuanabesitz auf Bundesebene immer noch strafbar ist, stimmten bereits 2012 die Bundesstaaten Washigton und Colorado unter der Regierung Obamas für eine Legalisierung von Marihuana auch zu privaten Zwecken für Personen über 21 Jahre. In diesem Zuge wurde auch der Anbau in abgesteckten Mengen erlaubt. 

Alaska – will sich Colorado und Washington anschließen. Die Wähler Alaskas stimmen darüber ab, ob Marihuana zukünftig als ein Produkt anzusehen ist, das ebenso wie  Zigaretten oder Alkohol auf Landesebene reguliert und besteuert  werden sollte. Das neu zu verabscheidende Gesetz würde Personen über 21 Jahren sowohl den Besitz als auch den Anbau einer beschränkten Menge an Planzen erlauben, ohne strafrechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Beobachtern zufolge wird das Rennen in Alaska eins der knappsten von allen werden; anhand jüngster Meinungsforschungen ist bisher alles andere als ein klarer Favorit zu erkennen.

Oregon – Ähnlich wie in Alaska stimmen die Wähler darüber ab, ob sowohl der Konsum von Marihuana für private Zwecke als auch der Verkauf von steuerpflichtigem Marihuana legalisert werden sollte. Bereits 2012 stimmten die Wähler Oregon`s mit 56% gegen eine Legalisierung von Marihuana. Im jetzigen Wahlkampf wurden mehr als 3 Mio US-$ in Kamapgnen für eine Legalisierung gepumpt. Die jüngsten Wahlumfragen Oregons`s zeigen, dass die Befürworter des neuen Gesetzes lediglich 2% hinter den Gegnern liegen. 

Washington, District of Columbia – In der Hauptstadt des Landes werden die Wähler darüber abstimmen, ob man künftig strafrechtliche Konsequenzen für den Besitz von Marihuana aus dem Gesetz streichen sollte. Nach dem neuen Gesetzesvorschlag würde sowohl der Besitz von bis zu 2 Unzen Marihuana  als auch der Anbau von bis zu 6 Pflanzen künftig als straffrei angesehen werden. Man geht davon aus, dass die Abstimmung von Washington unterstützt wird. Die jüngste Umfrage  der Washington Post zeigt die Tendenz, dass sich hochgerechnet  65% der Stimmen zu Gunsten des neuen Gesetzes entscheiden werden.

Florida – Florida entscheidet darüber, ob Marihuana für medizinische Zwecke zugelassen werden sollte. Da dieses neue Gesetz einer Verfassungsänderung entspricht, bedarf es über 60 Prozent der Wählerstimmen. Sollte Florida für dieses neue Gesetz stimmen, würde sich der Bundesstaat in bisher 23 weitere US-Bundesstaaten einreihen, die denjenigen den  Marihuanabesitz erlaubt, die eine medizinische Notwendigkeit nachweisen können.

Maine - Die Städte Lewiston und South Portland werden ebenfalls darüber abstimmen, ob die im Gesetz verankerten Konsequenzen des Besitzes von bis zu einer Unze Marihuana von Erwachsenen ab 21 Jahren aus den bestehenden Gesetzen abgeschafft werden sollten. Die beiden Städte schließen sich dem Vorbild Maine`s größter Stadt - Portland -an, die bereits im Jahr 2013 beschlossen hatte, dass der Besitz bis zu 2,5 Unzen Marihuana straffrei sei.

Quelle: independent.co

 

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30 Bundesstaaten & Washington D.C. erlauben die Verwendung von medizinischen Marihuana

Bundesstaat  Gesetzes-
verabschiedung
Legale Besitz-
Grenzen
California 1996 8 Unzen ( 226,8g) ; 6 erntereife oder 12 nicht erntereife Pflanzen
Alaska 1998 1 Unze ( 28,35 g) ; 6 Pflanzen  (3 erntereife 3 nicht erntereife)
Arizona 2010 2,5 Unzen, 12 Pflanzen
Oregon 1998 24 Unzen (680g) ; 24 Pflanzen (6 erntereife 18 nicht erntereife)
Washington 1998 24 Unzen ( 680g) ; 15 Pflanzen
Maine 1999 2,5 Unzen ( 70,87g) ; 6 Pflanzen
Colorado 2000 2 Unzen ( 56,7g) ; 6 Pflanzen (3 erntereife 3 nicht erntereife)
Hawaii 2000 3 Unzen (85g) ; 7 Pflanzen (3 erntereife 4 nicht erntereife)
Nevada 2000 1 Unze ( 28,35g) ; 7 Pflanzen (3 erntereife 4 nicht erntereife)
Montana 2004 1 Unze ( 28,35g) ; 4 erntereife Pflanzen und 12 Stecklinge
Vermont 2004 2,5 Unzen (70,87g); 9 Pflanzen (2 erntereife 7 nicht erntereife)
Rhode Island 2006 2,5 Unzen (70,87g) ; 12 Pflanzen
New Mexico 2007 6 Unze ( 28,35g) ; 16 Pflanzen (4 erntereife 12 nicht erntereife)
Michigan 2008 2,5 Unzen ( 70,87g) ; 12 Pflanzen
DC 2010 2 Unzen ( 56,7g) getrocknetes Cannabis
New Jersey  2010 2 Unzen ( 56,7g)
Delaware 2011 6 Unzen ( 170g) 
Connecticut 2012 Monatsbedarf (exakte Menge muss noch bestimmt werden)
Massachusetts 2012 2-Monatsbedarf für med. Nutzen
Illinois 2013 2,5 Unzen ( 70,87g) alle 14 Tage
New Hempshire 2013 2 Unzen ( 56,7g) alle 10 Tage
Maryland 2014 Monatsbedarf (exakte Menge muss noch bestimmt werden)
Minnesota 2014 Monatsbedarf nichtrauchbares Cannabis
New York 2014 Monatsbedarf nichtrauchbares Cannabis
Georgia 2015 allows the use of cannabis oil with no more than 5 percent THC to treat 8 conditions as recommended by a physician
Arkansas 2016 3 oz usable per 14-day period
North Dakota 2016 3 oz per 14-day period
Ohio 2016 Maximum of a 90-day supply, amount to be determined 
Pennsylvania 2016 30-day supply 
Florida 2016 tbd
Kalifornien 2016  
    Stand 01.06.2016